Das kleine Tragehilfen 1x1

Tragehilfen gibt es wie Sand am Meer. Der Überblick ist wirklich schwer. Daher hier ein paar generelle Tipps, was man beim Kauf einer Babytrage beachten sollte.
Der Steg, also der Teil, der zwischen den Beinen Ihres Babys liegt, sollte stufenlos verstellbar sein.
Das Rückenteil sollte aus einem weichen, anschmiegsamen Stoff sein. Idealerweise einem Tragetuchstoff.
Tragehilfen, die einen Einsatz für Neugeborene haben sind (zumindest für Neugeborene) nicht zu empfehlen. Hier ist es ratsamer, die Babytrage mit ein paar Kniffs und Tricks einzustellen, die ich gerne in einem individuellen Beratungstermin zeige. 
Bitte tragen Sie Ihr Baby NIEMALS mit dem Gesicht nach vorne. Auch dann nicht wenn der Hersteller Angaben in der Produktbeschreibung dazu macht.
Eine Babytrage wird Ihrem Kind irgendwann zu klein sein, d.h. ggf. müssen Sie eine zweite größere Trage anschaffen. Wie lange eine Tragehilfe für Ihr Kind passend ist, hängt sehr von der Größe Ihres Kindes ab. Die Hersteller machen hierzu unterschiedliche Angaben. Seien Sie vorsichtig bei Herstellern, die behaupten, eine Trage sei länger als ein Jahr zu benutzen.

Die Typen der Babytragen

Es gibt einige grundsätzliche Unterscheidungsmerkmale bei den Tragehilfen, die ihre Vor- und Nachteile haben.

Träger und Hüftgurt zum Knoten

Man nennt Tragehilfen, deren Schulter- und Hüftgurte mit einem einfachen Doppelknoten fixiert werden, „Mei Tais“ (schmale gespolsterte Schultergurte) oder „Wrap Conversions“ (breite Schultergurte ohne Polster). Sie sind leicht und schnell anzulegen. Ein Nachteil ist, dass man beim Anlegen des Hüftgurtes einen Doppelknoten bindet. Dieser verliert oft beim zweiten Knoten etwas an Spannung, weil der erste Knoten aufrutscht. Bei einigen Modellen lässt sich übrigens eine Schnalle nachrüsten.
Empfehlenswerte Modelle: Didymos DidyTai – Hoppediz HOP-TYE – Fidella Fly Tai – Girasol MySol

Träger zum Knoten, Hüftgurt mit Schnalle

Babytragen, bei denen die Schulterträger mit einem Knoten fixiert werden und der Hüftgurt mit einer Schnalle geschlossen wird, nennt man auch „Half Buckle“ (engl. buckle = Schnalle). Ihr Vorteil gegenüber den klassischen Mei Tais und Wrap Conversions ist, dass der Hüftgurt oft fester sitzt und sich die Tragehilfe dadurch stabiler anfühlt. So ist sie für schwerere Kinder oft besser geeignet.

Träger und Hüftgurt mit Schnalle

Tragehilfen, deren Schultergurte und Hüftgurte mit einer Schnalle versehen sind, nennt man „Full Buckle“ (engl. buckle = Schnalle). Damit diese Art der Trage bequem für Träger und Baby ist, muss man oft verschiedene Einstellungen machen und auch beim Anlegen den ein oder anderen Kniff beherzigen.
Empfehlenswerte Modelle: emeibabyBuzzidilKokadi Flip
NICHT zu empfehlen (zumindest nicht für eine Neuanschaffung):  Manduca – Ergo Baby Marsupi – Diese Tragen bieten für das Kind keine optimale Sitzposition. Insbesondere von den Neugeboreneneinsätzen ist abzuraten.