Als zertifizierte Trageberaterin der Trageschule Hamburg, weiß ich wie man das Binden eines Tragetuchs vermittelt oder bei der Auswahl einer Babytrage hilft. Als Mutter weiß ich, wie schön das Tragen des eigenen Babys ist, weil es so viel Nähe und Geborgenheit gibt.

Ausbildung Trageschule Hamburg

Zertifizierte Trageberaterin
Nach gut einem Jahr des Tragens entschloss ich mich, eine Ausbildung bei der Trageschule Hamburg zu absolvieren, um jungen Familien dabei zu helfen, das Binden eines Tragetuchs zu erlernen oder eine passende Tragehilfe auszuwählen. Bei dieser Schulung wird vor allem sehr viel Wert auf die korrekte anatomische Haltung des Kindes gelegt und die einzelnen Bindeweisen eingehend geübt. Abschluss der Ausbildung ist eine Prüfung, in der sowohl die erlernten Bindeweisen, als auch die didaktische Vermittlung bewertet werden.
PS: Ich trage meine Tochter sehr gerne, sehe das jedoch undogmatisch und möchte niemanden missionieren. Wir besitzen auch einen Kinderwagen, wobei ich froh bin, dass wir dafür nur wenig Geld ausgegeben haben, da wir ihn selten benutzt haben.

Meine Tragegeschichte

Seitenschlinge mit Tragetuch
Das Tragen hat für mich mehr oder weniger per Zufall angefangen. Eine Kollegin meines Mannes hat uns sehr viele Babysachen geschenkt – unter anderem ein Tragetuch. In der dritten Lebenswoche meines Babys hat uns unsere Hebamme die Wickelkreuztrage gezeigt. Welch eine Erleichterung das war, da mein Baby ein richtiger kleiner Kuschel ist. So konnte ich mein Baby ganz nah bei mir haben und dazu noch beide Hände frei benutzen. Die ersten paar Monate hat sie tagsüber eigentlich nur im Tuch geschlafen. Mit der Zeit habe ich mir weitere Bindeweisen beigebracht. In einer Übergangsphase habe ich sie gerne an der Seite getragen. Später bin ich dazu übergegangen mein schon recht schweres Mädchen auf den Rücken zu binden. Das schont meine Wirbelsäule.

Situationen mit unserem Tragetuch

Baby auf einem Barhocker
Zum Schlafen: In den ersten fünf Monaten hat sie tagsüber immer im Tuch geschlafen und ist so überall mit dabei gewesen.

Beim Kochen: Meine Kleine wollte schon immer alles miterleben. Zum Kochen braucht man allerdings beide Hände. Vorsicht allerdings mit Wasserdampf in der Wickelkreuztrage. Nicht zu weit über den Herd lehnen.

Beim Staubsaugen: Mein Baby hat Angst vor dem Ding. Von Mama aus beobachtet sich das gelbe Ungeheuer aber ganz lässig.

Beim Wandern und Spazierengehen: Über Stock und Stein und durch den Wald, auf den Berg hinauf und wieder hinab. Wenn man mit dem Kinderwagen dagegen im Schlamm stecken bleibt, das Kind dann einhändig auf der Hüfte trägt und den Kinderwagen hinter her schleift ohne Rücksicht auf Schuhe und Klamotten, dann kann man sich doch auch mal verfluchen, dass man das Tragetuch nicht genommen hat. (Ist mir wirklich so passiert.)

Im Urlaub: Kollegen haben es mir vor der Geburt meiner Tochter prophezeit. Der Kinderwagen passt einfach nicht mehr in den Kombi. Das Tuch findet dagegen immer noch eine Lücke.
Als Hochstuhl: Im Restaurant ist mal wieder kein Kinderstuhl verfügbar. Dann binde ich meine kleine einfach mit dem Tuch fest – selbst auf einem Barhocker (sofern er eine Rückenlehne hat).